ABI-Ball 2018

Auch in diesem Jahr fand wieder ein wirklich Gut gelungener ABI-Ball statt.

"Schüler helfen e.V." sorgte wie in jedem Jahr für die Versorgung der Gäste.

 

Mit circa 30-40 Helfern waren wir im Einsatz und bedienten die Gäste.

 

 

 

 

(SM)

wasser - ein menschenrecht?!

"Wasser" ist unser Thema im Projekt schon seit 2017. Dieses Thema gewinnt weltweit immer mehr an Gewicht. Experten vermuten, es wird in den nächsten Jahrzehnten kein Krieg mehr ums Öl geben, sondern um das Wasser. Weltkonzerne wie Coca-Cola, Nestle bringen sich schon jetzt in Stellung, kaufen Land auf, um die Rechte an entsprechenden Quellen zu besitzen. Auch unserer Partnergemeinde in Vereda Funda, Brasilien ist betroffen. Hier ein Bericht aus einem Gespräch mit Uli Ide, Mitarbeiter von heks - Hilfswerk der Ev. Kirchen Schweiz, der sich seit Jahren intensiv mit der Problematik beschäftigt:

Im vergangenen Juli 2017 gab es ein Treffen in der Region unserer Partnergemeinde Vereda Funda. Hauptgegenstand war der Zustand des Rio Santanas, der einen Zufluss des Rio Pardos bildet, in dessen Quellgebiet unsere Schule und Gemeinde liegt.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft in Minas Gerais wurden acht Flusseinzugsgebiete unter dem Aspekt „Wasser“ als Gemeingut untersucht. Teilgenommen an dieser Konferenz haben auf Anregung der Landarbeitergewerkschaft um ihren Präsidenten Elmy die Universität Montes, die Präfektur, heks – Schweiz, die NGO CAA mit Leninha und ihr Anwalt. Insgesamt waren 23 Vertreter der betroffenen Gemeinden anwesend. Hintergrund sind die Bestrebungen von Coca Cola, z.B. in Diamantina, Gebiete zu kaufen, um Wasser zu „privatisieren“. Die Kritik aus den Reihen der Teilnehmer war, dass v.a. wenig über die Ziele und den Zweck der Brunnen bekannt sei. Laut Informationen des CAA seien die großen Staudämme in Brasilien die falsche Lösung, da sie mittlerweile häufig schon trocken gefallen sind. Eine Lösung, die skizziert wurde, könnte in der Chapada Diamantina sein, dass es in den oberen Bereichen einen Quellenschutz gibt, im Hangbereich Vegetation für entsprechende Versickerung und Wasserauffangbecken zur Steigerung des Inflationsgrades sowie kleine Staudämme, wie zB. in der Gemeinde Vereda Funda angelegt. Gerade fand das World Water Forum in März in Brasilia statt, dort waren auch Partner von uns vertreten, um sich für das Recht auf Wasser einzusetzen.

Uli Ide im Gespräch mit WL

 

(WL 14.04.2018)

 

 

elternsprechtag 16.02.2018

"Schüler helfen e.V." sorgte am Freitag während dem Elternsprechtag für eine gute Bewirtung mit Kaffee, Kuchen, Getränken und den heißgeliebten Brezeln.

 

Auch wenn Eltern fragen hatten stand "Schüler helfen e.V." natürlich gern zur Verfügung.

 

(SM)

 

 

 

 

 

 

Grüße aus kenia

Februar 2018


TAG DER OFFENEN TÜR

Am Tag der offenen Tür war natürlich auch Schüler helfen wieder vertreten.

 

Mit dem neuen Roll-up und mehreren Schülern wurden Eltern und auch Grundschüler gründlich über Schüler helfen informiert.

 

(SM 03.02.2018)

 

 

 

 

 

 

 

 

Demokratie konferenz

...und Schüler helfen war auch dabei

Letzten Samstag wurde Schüler- Helfen von neuen und erfahrenen Schülern und Schülerinnen vertreten. An diesem Abend standen wir an unserem liebevoll hergerichteten Infostand von 17 Uhr bis 21.30 Uhr und boten den Besuchern der Veranstaltung das ganze Spektrum an Informationen.

 

 

In der Willi-Zinnkan-Halle konnten die Besucher an interessanten Interviews und Gesprächen teilhaben und ab 20 Uhr las eine Überlebende des Holocausts aus ihrem Buch vor.  Dies öffnete die Herzen der Besucher und lies sie alle zusammen mit der auftretenden Band fröhliche und amüsante Kinderlieder aus dem 19. Jahrhundert singen.

 

(27.01.2018 FK)

 

Dankeschön aus sebes

Strahlende Kinderaugen beim auspacken der Weihnachtspäckchen, die die Stadtschule Büdingen gepackt und Schüler helfen sich um den Versand nach Sebes gekümmert hatte.

Es wurden über 290 Päckchen verschickt die alle in Rumänien angekommen sind und wo jedes Päckchen ein Kind glücklich gemacht hat.

 

Ein großen DANKE erreichte uns von den Kindern und dem Pfarrer aus Sebes, das wollen wir natürlich an alle unsere Unterstützer weitergeben.

 

23.01.2018

(SM)

DAnke!!!

Liebe Mitglieder, liebeFreunde und Unterstützer,

 

das letzte Jahr lief für unseren Verein sehr gut wir hatten viele tolle Aktionen von Bewirtungen der Theater am W-E-G bis zur Abi-Ball Bewirtung und auch wieder die Weihnachtspäckchen Aktion mit der Grundschule in Büdingen. Ein großes Highlight in diesem Jahr war der sehr gut 'gelaufene' Sponsorenlauf: "Jogger gegen Jigger" Dieses Jahr war ein sehr erfolgreiches.

 

Wir möchten uns, für dieses Jahr, bei allen Helfern und Unterstützern und auch bei denjenigen beanken, die uns mit Spenden unterstützt haben. Danke.

 

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes und erfolgreiches Jahr 2018.

Schüler helfen e.V.

 (SM)

päckchenaktion der Grundschule

Am Montag, den 27.11. 2017 wurden die Kinder der Grundschule aus Büdingen die Helden des Tages. Jedes Kind hatte die Aufgabe ein Schuhkarton großes Päckchen zu packen, welches dann nach Sebeş in Rumänien geschickt wurde. In den Päckchen befand sich Schokolade, Kekse, ein Spielzeug und was die Kinder sonst noch mit hinzu gegeben haben.

 

Es war eine fröhliche Weihnachtsstimmung, als die Päckchen über den Schulhof gereicht wurden und von den Schülern des Schülerhelfen Projektes liebevoll in die Großen Kartons einsortiert wurden. Die Schlange an Kindern war gigantisch und alle Päckchen so farbenfroh gestaltet.

 

 

Aufs Neue wurde der Rekord an Päckchen übertroffen (290 Päckchen), weshalb einer der "Schüler helfen" - Schüler mit Fr. Weigandt zusammen 30 Kniebeugen machen musste. Alles lief ohne Probleme und Schüler helfen brachte die Kartons anschließend zur Post, wo sie abgeschickt wurden. Wir alle freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Auf die Päckchen, fertig, los!

 

(FK)

 

Rumänien austausch 2017

In diesem Jahr vom 24.09. bis zum 01.10. fand erneut der Rumänien Austausch mit dem Colegiul National „Lucian Blaga“ in Sebes statt.10 SchülerInnen des WEG und 13 SchülerInnen aus Sebes hatten das Vergnügen in anderen Familien, einer anderen Schule und anderen Umkreisen neue Erfahrungen sammeln zu können.

 

Die rumänischen Austauschschüler hatten bereits im Juni das Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen besucht und somit war die Freude auf ein Wiedersehen bei den frisch gewonnenen Freundschaften sehr groß.

 

Ein vielfältiges Programm, welches sich aus Unterrichtsbesuchen, einer Führung durch die Schule und der Stadt Sebes, diverser Besichtigungen von verschiedenen Burgen zusammensetzte, wurde uns geboten. Ein weiteres Highlight für unsere Gruppe war der Besuch von Sibiu und des dortigen Freilichtmuseums, aber auch die am Abend stattfindenden Partys haben wir sehr gerne wahrgenommen.

 

Trotz des doch relativ vollen Zeitplans blieb uns genug Zeit, um auch in den Familien Zeit zu verbringen, uns weiter kennenzulernen und die neu gewonnenen Freundschaften zu vertiefen. Wir alle waren begeistert von der Gastfreundlichkeit, mit der wir in den verschiedenen Familien empfangen wurden.

 

Da der Abend stets frei zu Verfügung stand, haben wir uns oft getroffen, um alle gemeinsam einen Film zu schauen, im Park spazieren zu gehen, in einem kleinen Restaurant von Sebes essen zu gehen oder einfach nur, um zusammen zu sein und den Tag Revue passieren zu lassen.

 

Umso schwerer fiel am letzten Tag dann auch die Abreise aus einer so gut harmonierenden Gruppe. Wir waren in dieser Woche zu einer tollen Gruppe zusammen gewachsen, weshalb auch bei dem Abschied nicht wenige Tränen flossen.

 

Es war eine sehr erlebnisreiche Woche, mit vielen neuen Freundschaften und vielen schönen Stunden.Wir alle können eine Teilnahme an diesem Austausch anderen Schülerinnen und Schülern nur sehr ans Herz legen und absolut weiterempfehlen. Man lernt sehr viel über die rumänische Kultur, die anderen Verhältnisse im Gegensatz zu Deutschland und es bietet sich einem die Gelegenheit, Einblicke in ein völlig anderes Land und einen völlig anderen Lebensstil zu bekommen.

 

Marika Heusohn, Eva-Maria Kessler - E-Phase

 

 

Auch  unser soziales Projekt in Rumänien wurde von Schülern besucht. Hier ein Bericht dazu: Die Schüler, die am sozialen Projekt „ Schüler helfen e.V. - Rumänien“ teilnehmen, haben das Waisenhaus, welches unser Projekt unterstützt, besucht und Gespräche mit den Kindern geführt.

 

Den Schülern des WEG wurde das Haus gezeigt und erklärt, dass durch die verschärften Brandschutzverordnungen bezüglich öffentlicher Einrichtungen neue Renovierungsarbeiten durchgeführt werden müssten. Durch diese Verordnungen kann das von uns finanzierte Obergeschoss nicht genutzt werden und steht zur Zeit somit komplett leer.

 

Unsere Schüler waren von dem freundschaftlichen Verhältnis der Betreuer und den Kindern begeistert und empfanden es als sehr spannend an dem Ort zu sein, dem sie mit ihrer Arbeit schon so oft helfen konnten

 

 

Olivia Stroe - E-Phase

 

16.11.2017

 

 

Büdingen isst fabelhaft

...und Schüler helfen war auch mit dabei

Am Sonntag, den 5. November 2017 half das Schüler-Helfen Projekt des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums bei der Veranstaltung „Büdingen isst fabelhaft“ des Gewerbevereins Büdingen. In mitten des schön herbstlich hergerichteten Marktplatzes der Altstadt standen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule und betreuten Kinder. Bei uns konnten die Kinder Spiele spielen, wie zum Beispiel Kartoffellauf auf Besen oder ihr Können als treffsichere Werfer beweisen. Auch konnten die Kinder mit uns ihren eigenen ganz persönlichen Kürbis schnitzen.

 

 

 

Mit gutem Feedback der Eltern sowie der Kinder, haben die Schüler des Projektes motiviert, trotz des schlechten Wetters von 12 Uhr bis 17 Uhr die Kinder betreut und für einen amüsanten Nachmittag gesorgt. Die Arbeit hat allen viel Spaß gemacht und wir würden es wieder machen.

 

(FK 09.11.17)

 


Grüße aus kenia

Vor ein paar Tagen erreichte uns, von unserem Partnerverein "Wir helfen in Afrika e.V.",  eine E-Mail mit einem Bericht aus Kenia.

 

Die Entwicklung der Projekte in Kenia laufen gut und die Ergebnisse sind zufriedenstellend. Unser Geld vom Sponsorenlauf ist zu 100% in Kenia bei den Jigger infizierten Kindern angekommen. Die Mitglider des Afrika-Vereins waren auch bei der Behandlung anwesend.               Der Verein bedankte sich noch einmal sehr herzlich für unsere große Unterstützung  "Erst wenn man die Ergebnisse sieht und die einfache Methode der Anwendung und Behandlung, begreifen wir, was wir tun!" sagte ein Vostandsmitglied des Vereins dazu.

 

Danke für die vielen Bilder (unter Galerie anzuschauen) und nochmal ein großes Danke an alle JOGGER GEGEN JIGGER!!!

 

 

(SM)

25.10.2017

Ein herzliches Dankeschön an die ,,Jogger gegen Jigger“

Der Sponsorenlauf am Afrikatag war bereits am 21.06.2017 als tolles Gemeinschaftsprojekt der Schulgemeinde mit viel Freude und Engagement abgelaufen. Dass nun aber in etwa 2000 afrikanische Kinder vom lästigen Sandfloh Jiggar befreit werden können, davon konnten wir nur träumen. Die erlaufene Gesamtsumme von 8350 Euro überreichten wir von ,,Schüler helfen e.V.“ den anwesenden Vertretern unseres Partnervereins ,,Wir helfen in Afrika e.V.“, die von diesem Engagement der Schüler und ihrer Sponsoren begeistert waren. Stellvertretend für alle Läufer, haben Frau Ebelshäuser und die Organisatoren des Sport-Abi-Kurses Eckhardt den besten Läufern aus den Klassen Gutscheine der Fördergemeinschaft (Kino Büdingen), der Eisdiele Cortina und der Bäckerei Mulinbeck (von der Landschaftspflege Kotadimos gespendet) überreicht. Wir möchten allen Mitwirkenden, Joggern und Sponsoren unseren tiefen Dank aussprechen.

 

Noch ein wichtiger Hinweis: Auf Nachfrage beim Finanzamt haben wir erfahren, dass Sie bei Beträgen/Spenden bis zu 100 Euro den Kontoauszug als Nachweis/ als Spendenquittung benutzen können.  Alle Zuwendungsbescheinigungen über 100 Euro werden in den nächsten Tagen ausgeteilt/verschickt. Bei Rückfragen: jan.eckhardt@web.de

 

 

(Jan Eckhardt)

Sptember 2017

 

 

Für die, denen es schlechter geht

Kreisanzeiger vom 30.06.2017 – Foto: Eichenauer

BÜDINGEN – (co). „Ist da eine Serviette in den Schälchen? Sorry, da muss eine Serviette unter die Brötchen. Ist Vorschrift“, macht Florian seine Mitschüler aufmerksam, die Schalen mit Kleingebäck auf die Tische in der Willi- Zinnkann-Halle verteilen, bevor der Abi-Ball losgeht. Etwa 20 Jugendliche vom Verein „Schüler helfen“ des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums waren beim Ball ehrenamtlich im Einsatz, um mit den Spenden, die sie dafür bekommen, armen Menschen zu helfen.
Mit Catering und Bedienung gegen Spenden auf Festen nicht nur der Schule und bei verschiedenen Anlässen im Gymnasium sammeln die jungen Leute Geld für drei soziale Projekte, die sie damit unterstützen: eine Einrichtung für arme Kinder und Waisenkinder in Büdingens Partnerstadt Sebes/Mühlbach in Rumänien, für die Menschen in Mamba Village und Ukunda im Südosten Kenias in Zusammenarbeit mit dem Gelnhäuser Partnerverein „Wir helfen in Afrika“ und für den Aufbau einer ländlichen Schule in der Gemeinde Vereda Funda im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Allen Projekten gleich ist die große Armut der Menschen und dass sie jedes Jahr einmal oder mehrfach besucht werden, sodass die Schüler konkret erfahren, was durch ihre ehrenamtliche Arbeit bewirkt wird.
Beim Abi-Ball hieß es, 106 Abiturienten, ihre Eltern, Geschwister und Freunde zufriedenzustellen, schnell zu bedienen, korrekt zu kassieren. Unterstützung bekamen die Jugendlichen dabei von den Schülern der Jahrgangsstufe elf, die nächstes Jahr Abitur machen. Der Dienst begann um halb sieben mit einem Briefing durch die Lehrerinnen Anke Hölzer und Gudrun Strahle. Dann ging es Schlag auf Schlag: Brötchen verteilen, Gläser spülen, gegen halb acht knallten die ersten Sektkorken, Tabletts waren zu füllen, Stift und Block waren bei Bestellungen ständig im Einsatz. Die Schüler arbeiteten in zwei Schichten. Etliche aber waren den ganzen Abend auf den Beinen. Und zwar aus Überzeugung.
Auch bei anderen Veranstaltungen sind die Jugendlichen von „Schüler helfen“ im Einsatz, etwa beim großen Freundschaftsabend des Verschwisterungsvereins mit Gästen aus der französischen Partnerstadt Loudéac. Beim alljährlichen Berufsinformationsabend des Rotary-Clubs belegen sie Hunderte Brötchen, bei schuleigenen Veranstaltungen wie den Theatervorstellungen und dem Schnuppertag backen sie jede Menge Brezeln und verkaufen Getränke. Alles in ihrer Freizeit und ehrenamtlich.
Warum engagieren sie sich für soziale Projekte? Warum schlagen sie sich die Nächte um die Ohren, wenn andere feiern? „Uns geht es hier so gut. Viele, viele Kinder und Erwachsene leben in großer Armut. Ihnen wollen wir helfen. Damit es ihnen besser geht, geben wir unsere Zeit im Team“, sagt Oliva Stroe. Julia Kormann ergänzt: „Es macht großen Spaß, mit den anderen Schülern gemeinsam zu arbeiten, es ist ein tolles Team, auch zusammen mit den Lehrern.“ Außer Gudrun Strahle und Anke Hölzer wirken auch Claus Wilkens und Jan Eckhardt bei „Schüler helfen“ mit. Samuel Mergenthal fügt hinzu: „Wir sehen genau, was mit dem Geld passiert. Wir haben einen Schüleraustausch mit Sebes, da sehen die Büdinger Schüler jedes Jahr, was mit den Spenden dort eingerichtet wird.“ Olivia, die selbst schon dort war, berichtet: „Es berührt sehr, wenn man die Kinder dort trifft, jedes hat seine eigene Geschichte“.
Auch von Brasilien bekommen die Schüler direkte Ergebnisse, was mit ihren Spenden geschieht. Claus Wilkens ist jedes Jahr mindestens einmal vor Ort. In Kenia kümmert sich der Gelnhäuser Verein „Wir helfen in Afrika“ bei mehreren Besuchen im Jahreslauf um den richtigen Einsatz der Spenden. Florian Klein ist diese unmittelbare Hilfe sehr wichtig: „Das Geld fließt nicht in irgendwelche Verwaltungen, sondern dorthin, wo es gebraucht wird.“ Florian und Samuel aus der Jahrgangsstufe neun sind schon seit der sechsten Klasse mit „Schüler helfen“ unterwegs, Olivia und Julia aus der E-Phase der Oberstufe seit der achten Klasse. Und wie es oft bei engagierten jungen Leuten ist, wirken sie auch noch bei anderen Projekten mit, in der Schule oder in ihren Heimatorten.

 

Vielen dank an Frau Eichenauer für diesen wirklich sehr tollen Artikel - Danke !

 

(SM)

 

Ankommen am weg

"Willkommen am WEG" hieß es für die neuen Schüler die nach den Sommerferien neu an die Schule kommen. Auch hier war das Schüler helfen Team mit dabei und sorgte mit Brezeln, Kuchen und kühlen Getränken für eine tolle Bewirtung. Während die 4.Klässler schon mal in ihre neuen Klassen schnuppern dürften wurden die Eltern über alle organisatorischen Dinge informiert. 

(SM)

Afrika-Fest

Das Afrika-Fest und auch der damit verbundene Sponsorenlauf mit über 400 Teilnehmern war ein voller Erfolg. Unter dem Motto "Jogger gegen Jigger" liefen die gesponsortern Läufer von 1 bis zu 56 Runden (1 Runde - 500m) und erliefen hiermit einen hohen Betrag für unser Projekt in Kenia, dass sich derzeit mit dem dort ansässigen Sandfloh beschäftigt der den Kindern dort sehr zu schaffen macht.

Auch die Ausstelungen des Afrika-Festes waren sehr informativ und das Bühnenprogramm sehr unterhaltsam. Am Ende spielte sogar ein Afrikanisches Duo.

(SM)

 

Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten.“ (Asfa-Wossen Asserate)

 

Das WEG lädt zum AFRIKA-FEST am 21. Juni 2017, von 10.00-16.00 Uhr ein.
Aufgrund der aktuellen Situation widmen wir unser Schulfest in diesem Jahr dem afrikanischen Kontinent. Was treibt immer mehr Menschen in die Flucht? Welche positiven Tendenzen gibt es und wo können wir im Einzelnen, im Verband und in der Europa-Politik helfen?
Die Unterstützung der Menschen in afrikanischen Krisengebieten liegt in unserem ureigenen Interesse. Unsere Oberstufenschüler werden anhand von Informationsständen, Ausstellungen, Vorträgen und Filmdokumentationen über die Dringlichkeit der Lage und mögliche Lösungsansätze informieren.

 

Unterstützt werden wir durch den Verein „Wir helfen in Afrika e.V.“ Gelnhausen, dem Partnerverein unseres sozialen Projektes „Schüler helfen e.V.“
Auftakt bildet ein Sponsorenlauf zur Heilung kenianischer Kinder von einem Parasitenbefall. Unsere Gäste erwartet dann ein vielfältiges Programm mit Spiel, Sport, Musik und Theater, das unsere Schüler selbst gestalten. Ebenso sorgen sie für kulinarische und kreative Angebote wie Body-Painting und afrikanische Spiele.
Für den Nachmittag haben wir die Band Africajanteingeladen, deren Musik Teil unseres facettenreichen Bühnenprogramms sein wird.
Eltern, Verwandte, Freunde und Interessenten am Wolfgang-Ernst-Gymnasium sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Schüler helfen e.V.
Wolfgang-Ernst-Gymnasium Büdingen 





Verschwisterungsverein

Auch am Samstag, den 27. Mai war das Schüler helfen Team mit dabei. Der Verschwisterungsverein Büdingen feierte an diesem Tag die tiefe Freunschaft mit Loudeac. Das Team vom Projekt war dafür zuständig Getränke zu reichen. Auf Französisch musste sich unser Team auch ein wenig auskennen um zu wissen was zum Beispiel ein "stilles Wasser" ist. Nach kurzen Sprachhürden lief es dann doch ziemlich gut und es war ein sehr gelungener Abend.

Gerne wieder.

 

(SM)

zeus und consorten

Vom 17-19 Mai 2017 sorgten die Helfer vom Schüler helfen Projekt für eine gastfreundliche Bewirtung und einen angenehmen Aufenthalt für Schauspieler so wie der Gäste. Nach einer Stunde Aufführung gab es eine kleine Pause wo sich jeder Vom Schülerhelfen Kiosk Frischgebackene Brezeln, Cola, Fanta und andere Leckereien kaufen und sich bedienen lassen konnte.
Wie immer machte das Backen und Verkaufen sehr viel Spaß und wir freuen uns auf weitere Veranstaltungen

(weitere Bilder siehe Galerie)


(FK)

 

Zeus und die Consorten-ein historischer Spaß

In dem Theater-Stück Zeus und die Consorten, dass am 17.05. , 18.05. und 19.05. im Wolfgang-Ernst-Gymnasium aufgeführt wird,  kommen die gelangweilten Götter des Olymps nach Athen, um dort mal ein wenig Spaß zu haben.

Natürlich sorgt das Projekt Schüler helfen e.V. für die gastronomische Versorgung.

Sie sind herzlich eingeladen sich diesen historischen Spaß anzuschauen.

 

Karten gibt es im Vorverkauf (Von Mo. bis Fr. von 11.30 Uhr - 11.50 Uhr im Foyer des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums).

 

(SM)

weihnachtspäckchen für Sebeş

 

Am 25. November 2016 war es soweit: 258 Weihnachtspäckchen machten sich von der Stadtschule Büdingen aus auf den Weg nach Sebeş, um den Kindern in Rumänien eine Freude zu machen.

 

Trotz der teils langen Postlaufzeiten nach Rumänien erreichten alle Päckchen ihr Ziel überpünktlich: Schon vor den Weihnachtstagen konnten sie in Sebeş in Augenschein genommen und weiterverteilt werden. Und wie die Bilder zeigen: Für die Kinder waren die Geschenke wirklich eine Riesenfreude! Pfarrer Marin Ioan, unser Ansprechpartner in Sebeş, der auch die Verteilung der Päckchen in der ganzen Stadt organisierte, berichtete, dass die Päckchen aus Büdingen das einzige Weihnachtsgeschenk für viele der Kinder in Sebeş sind.

 

Einen herzlichen Dank – auch im Namen der Kinder in Sebeş – daher an alle, die die Aktion unterstützt und ermöglicht haben: an die Schülerinnen und Schüler der Stadtschule Büdingen sowie deren Eltern für das die Päckchenpacken; an die Schülerinnen und Schüler des WEG sowie deren Eltern, die die Versandkosten mit ihren Spenden finanzierten; an die fleißigen Helferinnen und Helfer des Projektes Schüler helfen e. V. für das tatkräftige Anpacken beim Versand und an alle Lehrerinnen und Lehrer beider Schulen, die die Aktion mitgetragen haben.

 

Zusammen mit dem Dankeschön und den Neujahrsgrüßen aus Sebeş erreichten uns einige Neuigkeiten über die Unterkunft Asezamant Social „Sfantul Gheorghe“ der Kinder. Leider sind sie nicht nur positiv. Auf Grund neuer, strengerer Brandschutzvorschriften für öffentliche Einrichtungen in Rumänien ist ein Umbau des Gebäudes zwingend vorgeschrieben. Das bedeutet, die Kinder dürfen die Unterkunft bis nach diesem Umbau nicht bewohnen. Die Kinder wurden für diese Zeit in benachbarten Einrichtungen und zum Teil auch privat untergebracht. Auch Pfarrer Marin hat ein Mädchen bei sich zuhause aufgenommen. Der Umbau läuft auf Hochtouren, damit die Kinder möglichst bald in ihre Zimmer zurückkehren können. Dennoch wird es wohl bis zum Sommer dauern. Unsere Unterstützung hier aus Büdingen wird also weiter benötigt – jetzt vielleicht noch einmal dringender als zuvor.

(SA)

Briefwechsel mit Kindern aus Kenia

März 2016

 

Anfang Februar verfassten die Englisch-Schüler der Klassen 6a und 6e als Hausaufgabe Briefe für Kinder in Afrika. Herr Günther, der Vorsitzende des Vereins „Wir helfen in Afrika“, ermöglichte es für uns, dass diese Briefe auch wirklich bei afrikanischen Kindern ankamen. Auf seiner letzten Kenia-Reise schaffte er es, für jeden Schüler unserer Englischklasse einen Briefpartner zu finden. Der Name der Schule ist Ukunda Secondary School.

Während des Englischunterrichts am 8. März in der 5. und 6. Stunde bekamen wir die Antworten unserer Briefpartner. Vorher gab es einen spannenden Vortrag mit Bildern von der Schule und den Schülern, die gerade ihre Briefe erhalten hatten. Danach erzählte uns Herr Günther darüber, was er auf seiner Reise erlebt hatte. Am Ende bekam jeder seinen Antwortbrief. Die offizielle Landessprache in Kenia ist Englisch. Da an der Ukunda Secondary School aber auch Deutsch unterrichtet wird, waren manche Briefe auf Deutsch. In den Briefen erzählten die kenianischen Schüler hauptsächlich über sich, ihre Freunde und Familien und antworteten auf unsere Fragen.

Abschließend wies Herr Günther uns nochmal darauf hin, dass wir keine persönlichen Geschenke oder gar Geld schicken sollen, damit die Brieffreundschaft nicht aus dem Rahmen fällt und sich keiner benachteiligt  fühlt. Wenn jemand die Menschen in Kenia oder direkt die Kinder der Ukunda Secondary School unterstützen möchte, so kann er dies im Rahmen des Schüler helfen e.V. an unserer Schule tun.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn ein Vertreter des Vereins „Wir helfen in Afrika e.V.“ unsere Briefe mitnimmt.

Helen Vetter und Elisabeth Schmitt, Klasse 6a

 

 

 

Übergabe der Brillen für Kenia

Unsere zweiwöchige Aktion war sehr erfolgreich. Wir konnten am 8. März insgesamt 300 Brillen an die Mitglieder des Wir helfen in Afrika e.V. übergeben.

Zur Übergabe der Brillen am 8. März erzählten der Vereinsvorsitzende Herr Helmut Günther, sowie die Verantwortlichen für das Brillen-Projekt, Herr und Frau Hummel  über die Notlage in den von ihnen betreuten Gebieten Kenias und zeigten Bilder von Kindern, Frauen und Männern, denen schon geholfen werden konnte.Die Übergabe erfolgte an zwei Mitglieder unseres Kenia Projekts, Maxime Jöckel und Cynthia Lehr.

Einen herzlichen Dank an alle, die an der Aktion teilgenommen haben!!! Wir möchten uns auch bei den Mitarbeiterinnen des Bücherturms und den folgenden Büdinger Optikern bedanken, die uns sehr freundlich bei dieser Aktion unterstützt haben:  Brillenkiste Matthias Bormann und Brillen Belz GmbH.

Demnächst werden wir weitere Optiker in Büdingen um Hilfe bitten und vielleicht bekommen wir auch die Dohlbergschule mit ins Boot, sodass wir dort eine ähnlich erfolgreiche  Aktion starten können wie an unserer Schule.

Dass es uns gelungen ist, so schnell so viele Brillen zu sammeln, hat uns angespornt, unseren Partnerverein Wir helfen in Afrika e.V. weiter in diesem Anliegen zu unterstützen.

 

12.03.2016

(Anke Hölzer)

 

Under the Mango Tree

Unter dem Hauptbaum eines Dorfes des Msambeni-Sub-County treffen sich die Dorfvorsteher des kenianischen Dorfes mit Einwohnern Gelnhausens. Es ist ein Mangobaum. Übergeben werden Brillen für die Dorfbewohner, die sich keine Brillen leisten können, diese aber dringend benötigen.

Dies geschah 2014 und hat sich seit dem in sechs weiteren Dörfern des Msambeni-Sub-Countys wiederholt. Das „Projekt wird vor Ort“ von Augenarzt Dr. Bakari und von Dr. Jenipher fachlich begleitet. Träger der Initiative ist unser Partnerverein „Wir helfen in Afrika“, den wir in diesem Jahr auch dabei tatkräftig unterstützen möchten. Für eine weitgehende Versorgung ist die bisher aufgebrachte Menge von mehreren Tausend Brillen zu gering. Ziel unseres Partnervereins ist es, für das Jahr 2016 mehr als 5.000 Brillen an hilfsbedürftige Menschen übergeben zu können.

Schüler und Schülerinnen des Kenia-Projektes am Wolfgang-Ernst-Gymnasium werden im Monat Februar durch alle Klassen gehen und darum bitten, dass ihre Mitschüler Eltern, Verwandte und Bekannte fragen, ob sie Brillen besitzen, die sie nicht mehr tragen, weil sich bspw. die Sehstärke geändert hat oder das Design veraltet ist. Auch an Sonnenbrillen besteht großer Bedarf, insbesondere für die am grauen Star operierten Patienten.  In einem zweiten Schritt sollen die Büdinger Optiker um Unterstützung gebeten werden.

Das Projekt trägt den offiziellen Namen  „Community to Community under the Mango Tree“ und wird hoffentlich mit unserer Unterstützung mehr und mehr „Communities“ erreichen.

 

31.01.2016

(Anke Hölzer)

 

 

Elmy und Leninha aus Brasilien besuchen das Schülerprojekt am Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen

Kreisanzeiger vom 10.12.2015 – Foto: Krinke

BÜDINGEN – (rin). Über Besuch aus Südamerika freuten sich jetzt die Schüler des Projekts „Brasilien – Schüler helfen e.V.“ am Büdinger Wolfgang-Ernst-Gymnasium. „Wir arbeiten schon seit einiger Zeit zusammen, tauschen Briefe und E-Mails aus. Daher ist es für uns etwas ganz Besonderes, endlich zwei Geraizeiros persönlich kennenzulernen“, sagte Projektteilnehmerin Carolina de Abreu-Oeding sichtlich erfreut.

 

Seit knapp zwei Jahren unterstützt eine Arbeitsgruppe von zehn Schülern den Aufbau einer ländlichen Schule für die traditionelle Gemeinschaft der Geraizieros in Brasilien (der Kreis-Anzeiger berichtete). Zu einer Stippvisite ins Gymnasium kamen jetzt der Kleinbauer Elmy aus der Gemeinde Vereda Funda im Bundesstaat Minas Gerais und Leninha von der Organisation Centro Agricultura Alternativa do Norte de Minas Gerais, eine Organisation die sich für alternative Landwirtschaft der traditionellen Gemeinschaft der Geraizeiros und für deren Jugend und Kultur einsetzt.


Der Besuch galt aber nicht alleine dem Gymnasium, sondern in erster Linie einem Runden Tisch in Höchst im Odenwald, den die Kooperation Brasilien („Kobra“) veranstaltet hatte. Die „Kobra“ vernetzt im deutschsprachigen Raum Brasiliengruppen, engagierte Einzelpersonen und Organisationen, die sich solidarisch mit den sozialen Bewegungen in Brasilien für eine gerechtere Welt einsetzen. In diesem Forum haben die Mitglieder zuletzt unter anderem zusammen mit Schülerprojekten am Thema Landflucht und Perspektiven gearbeitet.
Für Elmy war es der erste Besuch in Deutschland. Der erster Eindruck des Landwirts: „In Deutschland ist es kalt.“ Er grinste dabei und kuschelte sich noch tiefer in seine für deutsche Winterverhältnisse viel zu dünne Jacke. In Deutschland sei alles so ordentlich und viel besser organisiert als in Brasilien, sogar die Autos könne man einfach auf der Straße stehen lassen, ohne dass sie geklaut werden. Doch dann verschwand das Lächeln aus Elmys Gesicht. „Die Gewalt der Städte hat jetzt auch unsere ländlichen Gebiete erreicht. Ein großes Problem und besonders erschreckend für die älteren Menschen“, erzählte er. Die Ursachen lägen zum Teil in Drogenproblemen von Jugendlichen, die aus der perspektivlosen „heilen Welt“ der Dörfer in die Städte gezogen waren und bei ihrer Rückkehr die Probleme in die ländlichen Gebiete mitbrachten. Dem sei schwer entgegenzutreten. Solche Auswüchse wolle man mit Erziehung, Schulen und Ausbildung begegnen.

 

Das große Thema für Leninha war bei ihren Besuchsetappen bei „Kobra“ im Odenwald, bei FIAN in Heidelberg, später dann noch bei Misereor in Aachen und der Schweizer UN-Organisation in Genf das Menschenrecht auf Nahrung und Wasser. Mit ihrer Reise will sie die weltweiten Kontakte des Centro Agricultura Alternativa stärken und auf die Folgen des Klimawandels in ihrem Land aufmerksam machen. Gerade in den vergangenen fünf Jahren habe es eine extreme Trockenheit in ihrer Region gegeben, mit großen Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion und die Wasserbrunnen der Region. Von acht vorhandenen Brunnen seien inzwischen bereits sechs vollständig versiegt. „Die Wasser- und Ernährungssicherung ist für uns eine große Herausforderung“, betonte Leninha. Es sei wichtig, dass man die weltweiten Partner in den Projekten persönlich kennenlerne. „Je konkreter und direkter der Austausch dieser Gruppen ist, um so mehr berührt das Schicksal dieser Menschen“, betonte Ulrich Ide vom Hilfswerk der evangelischen Kirche in der Schweiz (HEKS). Ide begleitete Elmy und Laninha auf ihrer Reise durch Deutschland und in die Schweiz.

 

Laninha zeigte sich sehr beeindruckt von dem großen Engagement der Schüler am Gymnasium und vieler weiterer Aktionsgruppen in Deutschland und Europa. Dies bestätigte auch Deutschlehrer Claus Wilkens, der sich seit Jahren für das Schülerprojekt einsetzt: „Das Engagement unserer Schüler ist enorm, wir sind in den vergangenen zwei Jahren weit gekommen. Darüber hinaus besteht auch eine äußerst positive Verzahnung zu Unterrichtsfächern, zum Beispiel zu Wirtschaftspolitik oder Erdkunde.“

 

 

Frohe Weihnachten in Kenia

Schüler der Renate Schule bei der Darstellung der Geburt Jesu

23.12.2015

(Anke Hölzer)

 

 

„Bleiben oder gehen“ – Traditionelle Gemeinschaften im Fokus – Schüler helfen e.V. stellt sein Brasilien-Projekt vor

 

So oder so ähnlich könnte das Motto des Runden Tisches Brasilien 2015 vom 27. – 29.11.2015 in Höchst/Odenwald lauten, das der Freiburger Verein „Kooperation Brasilien e.V.“ zum wiederholten Mal veranstaltet.

 

Der gelungene Auftakt in ein Wochenende voller spannender Vorträge und persönlicher Gespräche zum Thema „Traditionelle Völker und Gemeinschaften in Brasilien“ war der Besuch von Leninha Alves de Souza Xakriabá und Elmy Pereira Soares am Wolfgang-Ernst-Gymnasium am Freitagvormittag. Das dortige Schülerprojekt freute sich über die aus Brasilien angereisten Gäste und war zudem für das Forum 2 „Jugendliche auf dem Land – bleiben oder gehen?“ vom Runden Tisch als Teilnehmer eingeladen worden.
Im Rahmen des Runden Tisches Brasilien, der dieses Jahr das Thema der traditionellen Völker und Gemeinschaften von Seiten der Wissenschaft und der Praxis der Entwicklungszusammenarbeit verband, konnte das Schulprojekt von Alissa Ruth und Claus Wilkens erfolgreich im Rahmen eines eintägigen Forums (Workshop) vorgestellt werden.

 

Hierbei ging es um die zentrale Frage des Gehens oder Bleibens von Jugendlichen im ländlichen Raum, primär bezogen auf traditionelle Gemeinschaften und Völker in Brasilien.
Im Rahmen einer Gruppenarbeit mit Ana Claudia, einer jungen Frau aus einer Quilombola-Gemeinschaft im brasilianischen Bundesstaat Tocantins, ergab sich folgende Antwort: „Vale a pena ficar, mas não é fácil.“ (Es lohnt sich zu bleiben, aber es ist nicht einfach). Damit ist nicht unbedingt das Bleiben im physischen Sinn gemeint, sondern insbesondere die persönliche, soziale und ideelle Verbundenheit mit der eigenen Herkunft aus einer traditionellen Gemeinschaft. Es geht darum, dass die Jugendlichen lernen sich ihrer Herkunft, ihren Traditionen und ihrer Lebensweise bewusst werden. Zu bleiben heißt somit die eigene, kollektive Identität aktiv zu bejahen anstatt sie zu verleugnen. Es heißt sich in einer globalisierten Welt mit einer dominanten kapitalistischen Weltanschauung als kulturell anders und solidarisch wirtschaftend zu behaupten. „Vá levar o quilombo no coração“ war der prägende Satz von Ana Claudias Familie und Quilombo-Gemeinschaft, als sie zum Studium in die nächstgrößere Stadt zog. „Nimm den Quilombo im Herzen mit.“
Während des Zusammentragens der Ergebnisse der einzelnen Gruppenarbeiten stellte sich heraus, dass neben den genannten weichen Faktoren der Gemeinschaftsidentität insbesondere die harten Faktoren von strukturiert geplanten Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise dezentrale Bildungseinrichtungen, Gesundheitsversorgung, Straßenbau, Stromversorgung usw. die Landflucht der jungen ländlichen Bevölkerung eindämmen können. Dass dies eigentlich die Aufgabe des Staates ist und sich diese Rahmenbedingungen nur durch eine strategische, politische Ausrichtung der traditionellen Gemeinschaft(en) erkämpfen lässt, wurde im Workshop leider nicht eingehend erörtert.

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass es sich lohnt über die wissenschaftliche Beschreibung der traditionellen Völker und Gemeinschaften durch Dr. Dieter Gawora (Universität Kassel) als „gesellschaftliche Subjekte der Nachhaltigkeit“ nachzudenken. Dies gilt nicht nur mit Blick auf Brasilien, sondern auch auf Deutschland, insbesondere im Zusammenhang mit gesellschaftlicher Kohäsion und Integration, dem demographischen Wandel und Wanderungsmustern, den Themen Heimat, Gemeinschaft und solidarisches Wirtschaften, sowie der Möglichkeit Biodiversität zu erhalten oder wiederzubeleben.

Arnika Haury & Claus Wilkens

Mehr dazu in der Dokumentation der Kooperation Brasilien e.V. zum Runden Tisch

 

19.12.2015

(Claus Wilkens)

 

 

Kenia 2015 – Wo konnten wir helfen

Dieses Jahr gingen insgesamt 1.000 Euro unserer erwirtschafteten Spenden an das Kenia Projekt. In Abstimmung mit dem ersten Vorsitzenden des Vereins „Wir helfen in Afrika“, Herrn Günther, wurde dieser Betrag für die Behandlung von 200 Schulkindern und deren Familien eingesetzt, die von einem Parasiten befallen waren.

 

Bei dem Parasiten handelt es sich um Tunga penetrans, oder umganssprachlich Jigger, einen Sandfloh, der sich unter Fuß- und Fingernägel sowie die Haut gräbt, um seine Eier dort zu legen und dabei die betroffenen Hautpartien infektionsanfällig macht. Die Entzündungen führen häufig zu solch starken Juckreizen, dass die Betroffenen nachts nicht mehr schlafen können und dann am nächsten Tag nicht fit für Schule oder Arbeit sind.

 

Herrn Günther sind solche Fälle bei Besuchen in Lunga Lunga und Mamba Village aufgefallen. Er hat in der Renate Schule, in der Oasis Academy Mamba und in den betroffenen Familien für schnelle Hilfe gesorgt, indem er über einen ehrenamtlichen Arzt vor Ort und seine engagierten Mitarbeiter die Behandlung einleitete. Die notwendigen Mittel wurden über unsere Spende getragen.

 

Behandelt wurde in drei Etappen: 1) Reinigung der betroffenen Hautpartien mit Kernseife, 2) ein 15-minütiges Fußbad in einer Kaliumpermanganatlösung, 3) Eincremen mit Vaseline. Diese Behandlung musste drei Mal alle vierzehn Tage wiederholt werden. Dann waren die Kinder und ihre Familien geheilt und nach Aussagen des Projektverantwortlichen Stefan Henrich „überglücklich“.

 

Oktober 2015

(Anke Hölzer)

Treffen mit dem Gründer des Vereins „Wir helfen in Afrika“

Kurz vor den Herbstferien, am 15. Oktober 2015, haben wir uns mit Herrn Günther getroffen, um uns über die bisherige Projekttätigkeit auszutauschen und über weitere Formen der Zusammenarbeit zu beraten. Für einige unsere Schülerinnen und Schüler war das die Gelegenheit, Herrn Günther erstmalig kennen lernen.

Herr Günther berichtete in einem Diavortrag über die jüngsten Aktivitäten des Vereins „Wir helfen in Afrika“ und informierte uns ausführlich über die Verwendung der Spenden, die wir im vergangenen Schuljahr im Rahmen unseres sozialen Projektes leisten konnten (siehe Beitrag: „Wo konnten wir 2015 helfen?“).

Das Treffen war sehr interessant und hat uns gezeigt, was wir bewegen können mit unserem Einsatz innerhalb des sozialen Projektes. Wir waren uns darüber einig, dass es gut wäre, auch andere Schüler unserer Schule über die Situation der Menschen in Kenia zu informieren, ihre Probleme und alltäglichen Herausforderungen, bei denen wir sie mit unterstützen können. Deshalb hat uns sehr gefreut, dass sich Herr Günther für weitere Informationsveranstaltungen, auch im größeren Rahmen, angeboten hat.

 

 

 

 

 

Oktober 2015

(Anke Hölzer)

 

 

Von einem Projekt, das Herzen öffnet – Kreis-Anzeiger v. 7.10.2015

BÜDINGEN – (rin). 81 Eissorten gibt es im Cerrado. Als Cerrado werden die Savannen in Zentral-Brasilien bezeichnet. Alle Eissorten konnte Claus Wilkens, Deutschlehrer am Wolfgang-Ernst-Gymnasium, im vergangenen Sommer freilich nicht probieren, doch das war auch nicht Ziel seiner Reise nach Südamerika. Ihn führte eines der drei Projekte von „Schüler helfen“ am Büdinger Gymnasium in die Gemeinde Vereda Funda im Bundesstaat Minas Gerais. Seit knapp zwei Jahren unterstützt eine Arbeitsgruppe von derzeit acht Schülern den Aufbau einer ländlichen Schule für die traditionelle Gemeinschaft der Geraizieros.

 

 

 

„Wir treffen uns einmal in der Woche und diskutieren über Vereda Funda, über Brasilien und die Probleme des Cerrado“, erzählt die Schülerin Carolina de Abreu-Oeding im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger. Die Geraizieros der 600 Einwohner starken Gemeinde Vereda Funda hätten als erste Gemeinschaft ihr enteignetes und durch die Monokultur einer Eukalyptusfirma fast völlig zerstörtes Land zurückerobern können und benötigen Verbündete und Unterstützung bei der Rekultivierung ihrer Ländereien. Die Geraizieros leiden nach langen Jahren der radikalen Ausbeutung unter der Absenkung des Grundwasserspiegels, der Verseuchung des Trinkwassers, der Jugendabwanderung in die Großstädte und dem Verlust von Artenvielfalt und Wirtschaftsformen. Ein großes Thema sei der Anbau von Kaffee und Heilpflanzen, den erodierten Boden wieder fruchtbar zu machen, aber auch die Erhaltung ihrer traditionellen Gemeinschaft. „In Vereda Funda gibt es zur Zeit nur ein regionales Fort- und Ausbildungszentrum. Der Bau einer Schule ist dort geplant“, so Wilkens. Die nächste Schule mit 80 Schülern ist in Taiobeiras, die etwa 40 Kilometer und drei Autostunden von Vereda Funda entfernt ist. Wegen der großen Entfernung wird die Schule wie ein Internat geführt. Die Schüler haben abwechselnd dort zwei Wochen Unterricht und verbringen dann die nächsten zwei Wochen daheim.

 

 

 

Zur finanziellen Unterstützung organisiert die Arbeitsgruppe „Brasilien“, bestehend aus Schülern der Jahrgangsstufen neun bis zwölf, den Verkauf von Getränken und brasilianischen Spezialitäten bei Schulveranstaltungen, übernimmt das Catering von außerschulischen Veranstaltungen und engagiert sich bei Spendensammlungen. Eingesetzt werden diese in Vereda Funda zur Anschaffung von Büchern, Lern- und Arbeitsmittel oder auch für Schulgeld. Mit der Spende aus dem vergangenen Jahr konnte ein Funkmast angeschafft werden, der es den Bewohnern ermöglichen soll, per Internet mit der Welt Kontakt aufzunehmen.
Dass die Menschen in Vereda Funda sehr dankbar dafür sind, zeigt ein Brief, den sie an die Arbeitsgruppe geschrieben haben: „Heute haben wir als Jugendliche und als Gemeinschaft das Gefühl, dass es uns besser geht, denn wir sehen, dass wir die Möglichkeit haben, weit zu kommen ohne notwendigerweise aus der Nähe der Eltern oder unserer Heimat wegzuziehen.“ Es zeige ihnen auch, dass die Welt sich für eine organische Produktion und fruchtbares Land interessiere. Man sei bereit, die Herzen für die neuen deutschen Freunde weit zu öffnen, und hoffe, sie einmal persönlich kennenzulernen. Zunächst hilft bei der Kommunikation das Internet. Künftig kommt es alle drei Monate zu einer Skype-Konferenz. „Das wird zwar schwierig wegen der Sprache, denn keiner von uns versteht Portugiesisch so richtig gut, außer Caro“, so Wilkens.

 

Der Kontakt mit den Geraizieros in Vereda Funda ist keine Einbahnstraße. Denn auch für die Schüler des Gymnasiums ist es wichtig, über den Tellerrand der Schule oder von Deutschland hinaus zu schauen. Im Austausch mit den brasilianischen Jugendlichen erfahren die jungen Menschen von den Wünschen und Hoffnungen der anderen. Darüber hinaus knüpft das Projekt an die Unterrichtsinhalte verschiedener Jahrgangsstufen an, zum Beispiel in Erdkunde, Politik, Wirtschaft, Gesellschaftswissenschaften und Religion. So sind Fragen zu Monokulturen, den Auswirkungen von Bodenerosionen, Landbesitz oder Klimawandel bereits im vergangenen Jahr durch Vorträge thematisiert worden. Wobei die Schüler mit Engagement und Begeisterung neue Ideen entwickeln, sich informieren und mehr über die Lebenswelten von Schülern und Jugendlichen in anderen Ländern lernen. Solche Projekte fördern zudem ein starkes Gemeinschaftsgefühl. „Das haben auch das Peru-Projekt in der Vergangenheit und die Projekte für Kenia und Rumänien schon gezeigt“, betont Fachbereichsleiter Dr. Rainer Gromes.

 

 

Danksagung der Jugendlichen aus Vereda Funda

12.09.2015

(Claus Wilkens)

 

Hoje nos sentimos muito mais realizados como jovem e como comunidade, pois vimos que temos a oportunidade de ir longe, sem ao menos sair do aconchego dos nossos pais e da nossa terra. Gracas a esse projeto temos a capacidade de nos relacionar com alguem que ao menos pensamos conhecer um dia. A vida pode nos surpreender igual a esse projeto que a cada dia que passa parece mais um sonho realizado. A internet e um belo comeco, nao como um mundo digital, mas sim como uma bela amizade. Obrigado por todas essas oportunidades que nos proporciona essa facanha tao grande. Obrigado por nos encinar que o mundo tambem se interessa por uma producao organica e uma terra fértil. Fértil como os nossos coracaos que sao super dispostos a ser abrirem para novos amigos vocês alemaes, que podem termetido 7 a 1, mas ainda temos orgulho desse chao que pisamos e desse ar que respiramos. Vocês podem ter mais recursos, mais oportunidades, mas nos temos a emocao e a coragem de embarcar nessa aventura que se chama vida, que é recheado de oportunidades.
Podemos nao expressar tao bem com as palavras, mas vocês podem ter certeza que vocês mudarom o nosso dia e a nossa vida. Obrigado por nos escolherem.
De todos que estao aqui um muito obrigado.

 

Heute haben wir als Jugendliche und als Gemeinschaft das Gefühl, dass es uns besser geht, denn wir sehen, dass wir die Möglichkeit haben, weit zu kommen ohne notwendigerweise aus der Nähe der Eltern oder unserer Heimat wegzuziehen. Dank dieses Projektes sind wir in der Lage eine Beziehung zu jemandem zu haben, wobei wir denken, dass wir ihn eines Tages auch kennen lernen werden. Das Leben kann ständig Überraschungen für uns bereit halten, so wie dieses Projekt, das mit jedem Tag wie ein wahr gewordener Traum erscheint. Das Internet ist ein schöner Anfang, nicht so sehr ein Anfang in der digitalen Welt, sondern ein Anfang einer tiefen Freundschaft. Wir möchten euch für diese Möglichkeiten danken, welche uns diese großartige Leistung ermöglicht. Danken möchten wir dafür, dass ihr uns zeigt, dass die Welt sich auch für eine organische Produktion und fruchtbares Land interessiert. Fruchtbar wie unsere Herzen, welche bereit dazu sind, sich euch, den neuen deutschen Freunden zu öffnen (trotz des 7:1 sind wir stolz auf unseren Boden und auf die Luft, die wir einatmen). Ihr habt sicherlich mehr Mittel, mehr Möglichkeiten. Wir haben aber auch die Gefühle und den Mut uns auf dieses Abenteuer einzulassen, welches sich Leben nennt und welches voller Möglichkeiten steckt.
Wir können uns nicht so gut mit Worten ausdrücken, doch ihr habt mit Sicherheit unser Leben und unseren Alltag verändert. Danke, dass ihr euch für uns entschieden habt.
Von allen, die heute hier versammelt sind, ein großes Dankeschön.

 

Ein Dankeschön an Carolina de Abreu-Oeding (Brasilienprojekt) für die Übersetzung!

 

 

Projektbesuch 2015

Im dritten Jahr zu Besuch in Vereda Funda, Brasilien

 

Uli Ide (HEKS-EPR – Hilfswerk der Ev. Kirchen Schweiz) und Claus Wilkens reisten im August in die Gemeinde Vereda Funda im Municip Rio Pardo, um sich über die Entwicklung im vergangenen Jahr zu informieren und weitere Möglichkeiten der Kooperation und Unterstützung zu besprechen.

 

Fast 20 Leute aus der Gemeinde, davon ein großer Teil Jugendlicher, waren zum gemeinsamen Treffen gekommen. Diese Treffen haben schon eine kleine Tradition mittlerweile, da sie den Rahmen für gemeinsame Diskussionen und Berichte aus dem WEG bzw. der Entwicklung der „Escola agroecolocica para todos“ (eine „ländliche“ Schule für Alle) bieten. Die Anzahl der teilnehmen Jugendlichen wächst zunehmend, die beim diesjährigen Treffen neben der gemeinsamen Berichts- und Diskussionsrunde eine eigene Gruppenphase hatten, um ihre Position und Meinung zu reflektiren, die sie im Anschluss dann auch den versammelten Teilnehmern präsentierten. Zu Beginn berichteten sie über ihre Anschaffungen aus der finanziellen Zuwendung im letzten Jahr. Dafür war eine Antenne und ein Internetzugang angeschafft worden, der den Jugendlichen die Möglichkeit gibt, ohne große Entfernungen zurücklegen zu müssen, die unterschiedlichsten Aufgaben zu erledigen. Dies haben sie als große Erleichterung und Fortschritt für sich bezeichnet, da sie sonst für bestimmte Aufgaben, Schul- und Bildungsangebote erst weit fahren müssen. Auch wenn es häufiger keinen Empfang gibt, hilft es ihnen jedoch sehr viel.

 

Des Weiteren freuen sich die Jugendlichen über die Initiative der deutschen Schüler, wünschen sich einen wechselseitigen Kontakt per Facebook sowie Skype, auch über eventuelle Sprachgrenzen hinaus. Dabei formulieren sie in erstaunlicher Klarheit ihre Vorstellungen im Blick auf ihre Wünsche, betonen die Wichtigkeit ihrer Gemeinschaft unter den Jugendlichen, aber auch mit den Erwachsenen in der Gemeinde. Sie weisen auf die Möglichkeiten hin, die in ihren Augen für sie durch die Unterstützung der deutschen Schüler entstehen, um ihre Eigenständigkeit weiter zu entwickeln, ihre Chance in der Gemeinde zu bleiben und dort sogar eine konkrete Lebensperspektive zu entwickeln. Sie verstehen es zudem als Selbstaufwertung, die ihnen viel bedeutet.

Somit stehen brasilianische und deutsche Jugendliche in einem Austausch, erfahren mehr über die jeweiligen Wünsche und Hoffnungen. Die deutschen Jugendlichen schauen dabei einfach auch mal „über den Tellerrand“ Schule und Bundesrepublik hinaus. Ein lohnenswertes Unterfangen in dieser globalisierten Welt

 

04.09.2015

(Claus Wilkens)

 

 

Jokers Musikabend im Injoy Limeshain nicht ohne “Schüler helfen”

Am Samstag, den 9.5.2015, spielte die in der Region bekannte Band “Jokers” im Injoy Fitnessstudio in Limeshain-Rommelhausen. Das Zelt war voll, die Stimmung gut und auch der dann noch später einsetzende kurzzeitige Regen ließ die Mitarbeiter und Freunde des Injoys nicht verzweifeln. Vielmehr wurde gegessen und getrunken… Eintritt wurde keiner erhoben.

Damit das auch mit dem Essen und Trinken gut klappen konnte, halfen, wie schon im letzten Jahr bei Patric Heizmann in Altenstadt, die Schülerinnen und Schüler des Brasilienprojektes von “Schüler helfen e.V.” des Wolfgang-Ernst-Gymnasium tatkräftig mit. Wir danken auch dieses Mal für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung unseres Projektes und sind gerne auch in Zukunft wieder dabei.

 

25.05.2015

(Larissa Nawra)

 

Traditionelle Völker und Gemeinschaften in Brasilien

– ein Vortrag von und mit Ruth & Dr. Dieter Gawora, Universität Kassel -

Arnika Haury (2. v. r.), die erste Brasilien-Referentin am WEG, mit ihrer brasilianischen Studienfreundin Ana Carolina Reis Santos aus Passau (3. v. r.) und Claus Wilkens, Projektbegleiter des Projektes „Schüler helfen“-Brasilien am Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen fuhren am 4. Februar 2015 zu dem Vortrag über „Traditionelle Völker und Gemeinschaften in Brasilien“ nach Kassel-Kaufungen.

 

Dr. Dieter Gawora und seine Frau Ruth (v. links) hatten eingeladen, um ihre Erfahrungen einer größeren Zuhörergruppe mitzuteilen. Dies bot sich deshalb an, weil sie gerade von einem längeren Brasilienaufenthalt zurückgekehrt waren. Doch nun ein paar Punkte aus den Ausführungen der beiden Referenten:

 

Unter traditionellen Gemeinschaften werden in Brasilien u.a. spezifische Berufsgruppen, wie z.B. Kautschukzapfer, Küstenfischer, aber auch Flussanwohner, die „Vazanteiros“ oder einer bestimmten Region zugeschriebenen Bewohner, wie die „Geraizeros“ (sie leben im Cerrado, Mina Gerais) verstanden. Gerade letztere, die „Geraizeros“, sind Menschen, die im Rahmen unseres Brasilienprojektes unterstützt werden. Es gehören aber auch noch die sogenannten „Quilombolas“ (von entlaufenen Sklaven abstammend) und die „Pomeranos“ bei Vitoria (Espirito Santo) lebend und aus Hinterpommern ursprünglich kommend, Sinti und Roma und noch andere Gruppen dazu. Weltweit gehören zu den traditionellen Völkern und Gemeinschaften ca. 1 Milliarde Menschen. Die sie einenden Begriffe sind „Tradition“ und „Gemeinschaft“. Gerade diese Begriffe finden Analogien im Bereich hessischer Dörfer. Ein in Zukunft interessanter Forschungsansatz.

 

Diese Gruppen haben sehr unterschiedliche Rechte und Rechtslagen und sind neben der Verfassung von 1988, die z.B. den indigenen Gruppen in Brasilien Landrechte sichert, auch zusätzlichen Regelungen auf kommunaler Ebene unterworfen. Jedoch gemeinsam ist ihnen, dass sie in ihren Gemeinschaften leben „wollen“, sich aus spezifischen Traditionen heraus begründen und eine nachhaltige Wirtschaftsweise an den Tag legen. Bisher sind gerade sie in der Diskussion über Nachhaltigkeit vollkommen unterschätzt geblieben. Sie sind die eigentlichen Akteure der Nachhaltigkeit und für sie gilt, dass sie alle akut oder zumindest potenziell bedroht sind. Diesen Punkt betont Dr. Gawora besonders.

 

Die Beschäftigung mit diesen Gruppen und das tiefer gehende Verständnis ihrer Lebensweise, gerade unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit in Zeiten des Klimawandels, der beispielhafte Kampf der Geraizeros um Landrechte und die immer knapper werdende Ressource Wasser, ermöglichen uns Blickwinkel nicht nur unter dem Aspekt eines „gutes“ soziales Gewissen, sondern auch Rückschlüsse für unser eigene Lebensweise zu ziehen. Hier ist durchaus eine Partnerschaft auf Augenhöhe vorstellbar, die hilft, voneinander zu profitieren.

 

25.05.2015

(Larissa Nawra)

 

Schüler präsentieren “Schüler helfen” beim Neujahrsempfang am WEG

Schülerinnen und Schüler präsentieren das neue soziale Projekt “Schüler helfen” beim Neujahrsempfang im Foyer des WEG Anfang Februar 2015. Die Gäste waren zahlreich erschienen, kamen aus der Wirtschaft und der Politik, aber auch den Nachbarschulen und den religiösen Gemeinschaften in der Umgebung der Schule. Das Interesse war groß und für einen würdigen musikalischen Beginn sorgten Frau Happ (Gesang), Herr Vogt (Klarinette) und Herr Köhler (Flügel).

Natürlich durften die “üblichen” Reden nicht fehlen, aber sowohl Herr Betschel, der Erste Kreisbeigeordnete des Wetteraukreises, als auch Herr Eyerkaufer, ehemaliger Landrat unseres Nachbarkreises Main-Kinzig, wiesen auf die Bedeutung des sozialen Engagements in unserer Gesellschaft, gerade von jungen Leuten und Schülern, hin und machten nicht nur mit ihrem Kommen, sondern auch mit ihren Ausführungen die Bedeutung solcher Projekte deutlich.

 

Herr Dr. Gromes, Fachbereichsleiter II am WEG, sprach in seinem vielfach beachteten Beitrag vom sog. „Follower“. Er führte aus, dass wir unsere Gäste gewinnen möchten, das soziale Projekt „Schüler helfen“ mit Ihrem Interesse und Ihrer Aufmerksamkeit zu begleiten. Dabei sprach er auch die Idee eines Netzwerks in der Region an, das helfen könnte, in unterschiedlichen Zusammenhängen Kooperationen entstehen zu lassen. Diese können langfristiger Art sein, aber auch durchaus nur auf eine Einzelveranstaltung bezogen. Wir freuen uns auf Ideen.

 

Nicht nur Schulleitung und Lehrer des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums freuten sich, sondern auch die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, die bei der Veranstaltung mitgearbeitet haben. Sie fühlten sich „geehrt“ durch das große Interesse, welches unserem neuen sozialen Projekt „Schüler helfen“, v.a. den Einzelprojekten Rumänien, Kenia und Brasilien, entgegengebracht wurde.

 

Ein lockeres Get-Together mit einem Büffet ermöglichte zahlreiche Gespräche und wurde sehr positiv aufgenommen. Erste Spenden haben diese Entwicklung schon untermauert und freuen uns natürlich besonders. Auch an diesem Abend übergab Dr. Norbert Reichhold von der LWB-Steuerberatung GmbH in Büdingen einen Scheck über 1000 € an den stellvertretenden Schulleiter Herrn Busch. 

 

25.05.2015

(Claus Wilkens)

 

Hallo Welt!

Nach der Vereinsgründung am 10. März 2015 und dem erfolgten Eintrag ins Vereinsregister ist nun auch die neue Website von Schüler helfen e.V. online. In Zukunft finden sich hier alle Neuigkeiten rund um die geförderten Projekte und Aktionen zum Spendensammeln.